Archiv der Kategorie: 2014 – Chile

Bilanz

Die Bilanz der letzten 4,5 Wochen:
– 2 kaputte Spiegelreflexkameras
– 1 kaputtes Objektiv
– 1 verlorene/gestohlene Jacke
– 1 geplatzte Hose (ganz klassisch beim Vorbeugen)
– 1 vollgesch****** Hose (von einer Möwe, nicht dem Träger)
– 1 allergiebedingten Auszug aus einer Wohnung ins Hotel
– 4 Erkältungen
– 1 Pinochets Rache
– 1 Hautauschlag
– 1 verstörter Kellner
– 1 zerrissenes Hemd

Trotz allem hatten wir großen Spaß! 🙂

Flugdaten (Update)

Im Interesse aller aufmerksamen Leser und besorgten Daheimgebliebenen veröffentliche ich hier mal unsere Flugdaten.

Santiago de Chile (SCL) –> Madrid (MAD)
Flug: LA704
Abflug: 21.12.2014 um 20:45
Ankunft: 22.12.2014 um 13:25

Madrid (MAD) –> Amsterdam (AMS)
Flug: IB3720
Abflug: 22.12.2014 um 19:55
Ankunft: 22.12.2014 um 22:30

Update: Wir sind sicher in Madrid Amsterdam gelandet.

Valparaiso

Valparaiso ist eine richtige Stadt. Sie besteht aus mehr als nur Sand, Staub und einer Kirche. Es gibt gute Restaurants, die Straßen werden mit kleinen und großen Graffitis schön gestaltet und die Kneipendichte ist höher als im Norden. Die dicht bebauten Hügel sind schön anzusehen. Der Hügel mit der Wohnung bildet einen Teil der Altstadt und wirkt ein wenig wie Kreuzberg, sieht man einmal von den vielen Stromleitungen ab.
Besonders schön finde ich die vielen „Aufzüge“, die einem für 100 Pesos (nicht mal 15 Eurocents) die mühevollen Treppen ersparen.

Weiter nach Valparaiso

Heute geht es weiter nach Valparaiso. Das Verkehrsmittel der Wahl ist auch diesmal der Fernbus. Im Vergleich zu den meisten Chilenen sind wir blutige Anfänger in Sachen Busreisen. So haben wir uns Sitzplätze neben der Toilette gebucht. Der ständige Betrieb und der stechende Geruch nach Urin, lassen die Reise länger wirken als sie ist.

Valparaiso ist Weltkulturerbe und angeblich die kulturelle Hauptstadt Chiles. Der Name (Paradiesisches Tal) lässt uns auf einen schönen Abschluss der Reise hoffen. Ohne viel über den Ort zu wissen, haben wir diese letzte Etappe mit großen Erwartungen überfrachtet. Das wenige Wissen ist schnell zusammengefasst: Valparaiso ist eine Hafenstadt die früher große Bedeutung hatte. Es war ein wichtiger Pazifikhafen für Schiffe auf dem Weg zum Kap Hoorn und in den Atlantik. Mit der Fertigstellung des Panamakanals ging es bergab.
Die Stadt ist voller eng bebauter Hügel die über Aufzüge und Seilbahnen erreichbar sind. Seit 2005 gibt es eine U-Bahn. Im April diesen Jahres ist ein Teil der Stadt abgebrannt. Wir sind gespannt ob man die Folgen noch erkennen kann. Bei der Bauweise der Chilenen (Bretter und Wellblech) geht der Wiederaufbau oft schnell.
Einer der berühmtesten (Teilzeit-) Bewohner der Stadt war Pablo Neruda. Es soll tolle Restaurants und schöne Strände geben. Unsere Unterkunft ist eine Empfehlung anderer Reisender. Die Wohnung liegt wohl im Herzen der Stadt, soll sehr sauber sein und über eine Dachterrasse verfügen. Wir sind gespannt.

Update: Wir sind in der Stadt angekommen und haben unsere Wohnung bezogen.

Casa Maria

In La Serena übernachten wir zwei Nächte (von gestern bis morgen). Wir* haben uns in der Casa Maria einquartiert. Hier ist es sauber und der gepflegte Garten ist ein richtiges Highlight. Wer tagelang nur Staub und Dreck unter den Füßen hatte, freut sich schon über Kleinigkeiten.

Maria, die Inhaberin ist sehr liebenswürdig. Wir haben viel mit ihr gelacht. Wie die meisten Chilenen hat sie als erstes „ihr deutsches Wort“ vorgetragen. Während es sich meist um „Hallo“ oder „Guten Tag“ handelt, konnte sie fließend „Prost“ sagen. Das untermauerte sie mit der passenden Geste. Es machte einen authentischen Eindruck. Vermutlich handelt es sich um eine ehemalige Feierqueen von La Serena.

*Christian und Daniel haben sich im Hostal nebenan einquartiert, wir verbringen die Mahlzeiten aber gemeinsam in der Casa Maria.

Umweltbewusstsein

An den Supermarktkassen stehen immer nette Helferinnen und Helfer die die Einkäufe (gegen kleines Trinkgeld) in Plastiktüten verpacken. Wir Söhne der Umweltbewegung lehnen diesen Service in aller Regel ab und verpacken alles in unsere Rucksäcke. Das stößt in den meisten Fällen auf Unverständnis. Man hat fast das Gefühl, man würde die Leute beleidigen wenn man die Tüte ablehnt. Heute war eine fleißige Einpackerin schneller als wir und hatte bereits zwei Orangen eingepackt, bevor wir intervenieren konnten. Wir fummelten die Orangen wieder raus und gaben die Tüte zurück. Die Supermarktangestellte warf die „gebrauchte“ Tüte in den Müll statt sie wieder zu benutzen.
Fazit: Wer mit den GRÜNEN und Benjamin Blümchen groß geworden ist, hat es schwer in Chile.

Pisco-Tal

Wir sind noch immer in der Wüste. Auch wenn es offiziell nicht mehr die Atacamawüste ist. Wenn man unser Hostal (http://maps.apple.com/maps?ll=-30.017482,-70.610839) und die Umgebung von oben betrachtet, fällt auf, dass alles staubtrocken ist außer das Flusstal. Der Fluss sorgt dafür, dass hier Feigen (lecker) wachsen. Außerdem wird im großen Stil Pisco angebaut. Es ist nicht auszuschließen, dass wir dem Pisco heute Abend etwas Aufmerksamkeit widmen.

Liebes Tagebuch!

Es ist 8 Uhr früh, ich sitze auf der Dachterrasse unseres Hostels und genieße etwas die Stille und Ruhe.Gegen 11 Uhr fahren wir mit dem Bus  etwa 5 Stunden nach La Serena. Für uns ein Katzensprung mittlerweile. Obwohl wir noch einige Tage haben, kommt das Gefühl hoch bereits auf der Rückreise zu sein. Zumindest geht es mir so. Ich freue mich auf die nächsten Tage mit den drei Vögeln, aber ebenso wieder darauf nach Hause zu kommen.